Stadtrundgang

„Gestern mit den Augen von Heute sehen“ – Stadtrundgänge von Jugendlichen für alle Interessierte

Bis heute spielt die Erinnerung an den Porajmos, den Völkermord an Rroma und Sinti im Nationalsozialismus, in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland und ganz Europa kaum eine Rolle. Seiner einschneidenden und andauernden Bedeutung für die größte Minderheit Europas und die europäische Geschichte an sich mangelt es immer noch an Anerkennung.

Die Jugendgruppe „Gestern mit den Augen von Heute sehen“ möchte gegen die Verdrängung und das Vergessen angehen und in selbstentwickelten Stadtrundgängen den Spuren der Geschichte im Berliner Stadtraum nachspüren. In einem mehrmonatigen Programm erforschen sie zusammen mit Aktivist*innen und Expert*innen in Workshops und Exkursionen die Geschichte der Verfolgung von Rroma und Sinti im Nationalsozialismus und entwickeln auf der Grundlage Stadtrundgänge zu bedeutenden Orten in Berlin, um anderen jungen Menschen, Besucher*innen der Stadt oder sonstigen Interessierten ihren Blick auf die Geschichte näherzubringen und ihnen neue Perspektiven zu öffnen.

Die Stadtrundgänge stoßen seit Mai 2014 auf großes Interesse und werden auf Anfrage von interessierten Gruppen regelmäßig durchgeführt.

Die Eröffnung des Infostandes am Bergmannkiez Rukelli-Trollmann Tafel 2024

Das Projekt wird durchgeführt mit pädagogischer Unterstützung des „Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma“ und aktuell im Rahmen des Projekts „Me SEM Me“ gefördert durch: