Workshop zu Methoden und Institutionen des NS-Staates

20170225_135258 Nachdem wir uns in unseren vorherigen Aktivitäten mit unserer Gruppe von „Gestern mit den Augen von Heute sehen“ vor allem mit Geschichten verfolgter Rroma und Sinti und deren Aufarbeitung beschäftigt haben, ging es in unserem letzten Workshop vor allem um die Täter des Nationalsozialismus und ihre Institutionen und 20170225_155026Strukturen. Dafür haben wir die „Topograhie des Terrors“ in der Niederkirchnerstraße besucht und gemeinsam mit Tobias von Borcke von der Berliner Abteilung des Dokumentations- und Kulturzentrums deutscher Sinti und Roma uns die Ausstellung erarbeitet. Besonders interessiert und erschreckt hat uns dabei, wie die Polizei und andere staatliche Apparate nach und nach von NSDAP und SS eingenommen wurden. Uns ist dabei deutlich gew20170225_155124orden, wie geplant und zielstrebig die Nazis bei der Übernahme von staatlichen Institutionen, bei der Ausschaltung von politischen Gegnern und bei der Einführung von rassistischen und menschenverachtenden Gesetzen vorgegangen sind. Es hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich frühzeitig gegen rechte Parteien zu wehren! Dazu wollen wir auch mit unseren Stadtrundgängen in Zukunft beitragen.

Endlich Heidelberg!

Ende Januar war es nach langer Planung endlich so weit: die Exkursion nach Heidelberg zum Zentralrat deutscher Sinti und Roma mit unserer Jugendgruppe von „Gestern mit den Augen von Heute sehen“!IMG_1319

Für viele Teilnehmende war der Höhepunkt der zweitägigen Reise das Treffen mit dem Zentralratsvorsitzenden Romani Rose, von dessen Engagement für die Anerkennung des Holocausts an Roma und Sinti wir schon viel gehört hatten. Herr Rose freute sich sichtlich über unser Projekt und das Interesse der Jugendlichen und betonte in unserem Gespräch den Wert von persönlicher Bildung und Einsatz für eine dIMG_1397emIMG_1404okratische Gesellschaftsordnung. Er bestärkte die Zuhörenden, sich gegen ausgrenzende und antisolidarische Strömungen in der Gesellschaft zu wehren. Danach wurden wir durch das Haus geführt und in die Arbeit und Bedeutung des Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma eingeführt. Wir besuchten Büros und die Bibliothek, die die größte AuswIMG_1370ahl in Deutschland an Literatur von und über Roma und Sinti hat. Am Nachmittag lernten wir das Herzstück des Dokuzentrums kennen, diIMG_1388e Dauerausstellung zum Holocaust an den Roma und Sinti. In einem Workshop haben wir die verschiedenen Stationen der Ausstellung erarbeitet und uns gegenseitig von den neuen Einblicken berichtet.

Nach dem „Pflichtprogramm“ konnten wir einen kleinen Sparziergang durch Heidelberg machen und uns von der schönen Altstadt beeindrucken lassen. NDSC09582achdem wir genug von der Kleinstadtatmosphäre hatten, sind wir zum Abschluss des Abends noch nach Mannheim gefahren, um ins Kino zu gehen, worauf sich viele schon den ganzen Tag gefreut hatten. Am nächsten Tag ging es mit dem Zug wieder zurück nach Berlin.