Empowerment-Workshop im Projekt „Gestern mit den Augen von Heute sehen“

Am letzten Samstag fand im Rro ma-Info-Centrum ein Empowermentworkshop für unsere Jugendgruppe von „Gestern mit den Augen von Heute sehen“ statt. Den Workshopleiterinnen ging es darum, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen zu stärken und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, sich gemeinsam mit Fragen der Identität auseinanderzusetzen und Erfahrungen von Diskriminierung zu reflektieren und zu bearbeiten. Eine Teilnehmerin berichtet:img_0180

Wir fingen mit der Einführung mit einem Kennenlernspiel an. Danach gab es verschiedene Zettel mit Verschiedenen Aufschriften, wie z.B. „Ich bin Serbin und komme auf Serbien.“ oder „Ich bin Rom’nja und komme auf Serbien.“ Neben den Aufschriften sollten wir uns hinstellen und darüber nachdenken und begründen warum wir uns so positioniert haben. Der dritte Punkt, welchen wir bearbeitet hatten war, dass wir uns gegenseitig erzählt haben, ob wir jemals diskriminiert wurden und wenn ja wie? Als nächstes wurde uns die Geschichte der Roma&Sinti vorgestellt und wichtige Punkte dazu erzählt. Zu guter Letzt stellten sich img_0183zwei Gruppen gegenüber, um bestimmte Fragen bezüglich der Geschichte der Sinti und Roma beantworten, um nochmal zu prüfen, ob wir auch wirklich was davon mitgenommen haben.

Im zweiten Teil des Workshops haben wir Forumtheater gespielt, indem wir eine Szene in einer Schulklasse inszeniert haben. Dazu sollten wir unsere Meinung äußern, wir sollten nennen was uns aufgefallen ist, bezüglich Mimik, Gestik etc. Wir alle hatten sehr viel Spaß und es war echt ein tolles Erlebnis und eine tolle Erfahrung. Dazu haben wir uns auch viel von den geschichtlichen Ereignissen der Roma und Sinti mitgenommen und wollen auch unser Wissen darüber weiter vermitteln.

Rroma-Info-Centrum auf der Tagung „Wie erinnern?“

Am 3. Dezember 2016 konnten wir unser Projekt „Gestern mit den Augen von Heute sehen“ (www.rroma-info-centrum.de/stadtrundgang) bei einer Tagung im August-Bebel-Institut mit dem Titel „Wie erinnern? – Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Bildungsarbeit zu Völkermorden“ präsentieren. Milan Pavlovic hat über die Bedeutung der fehlenden gesellschaftlichen Anerkennung der Verfolgungsgeschichte von Rroma und Sinti für die politische Arbeit von Rroma-Aktivist*innen geredet und die Projekt- teilnehmerin von „GMDAVHS“ Estera hat über ihre Erfahrungen als Stadtführer*in berichtet. Das Projekt hat sie darin unter-stützt, heute offen sagen zu können, dass sie stolz darauf ist, Rromni zu sein.

Link zur Tagung: http://august-bebel-institut.de/wie-erinnern-bildungsarbeit-zu-voelkermorden/